20x80 Bino mit Peilsucher
von Peter Mielke
im nachfolgenden möchte ich Euch die Lösung für
ein Problem vorstellen,
das mich beim Beobachten von sich schnell
bewegenden Objekten
(vom Vogel bis zur ISS) mit dem Bino auf
Stativ, regelmäßig
genervt hat.
Da kürzlich erst über Ferngläser diskutiert
wurde,
vielleicht aber erst einmal ein paar Worte zu
meinem neuesten Spielzeug,
dem 20x80 Triplet von TS.
Der erste Eindruck und vor allem der erste
Blick durch das Glas war für mich
recht vielversprechend. Ein klares und helles
Bild, sauber justiert, so gut wie
keine Verzerrung am Bildfeldrand, gutes
Handling und nicht zuletzt der Preis,
waren für mich Gründe genug, um das Glas mit
nach Haus zu nehmen.
Die Ernüchterung kam dann beim Firstlight in
der Nacht:
Der Farbfehler fällt zwar deutlich geringer
aus als z.B. bei meinem 10x50,
aber die Optik "zauberte" an Jupiter
und alle helleren Sterne, einen mittelprächtigen
Kometenschweif dran :-(
Nicht unbedingt das, was ein "für
astronomische Zwecke bestens geignetes" Fernglas
auszeichet!
Nachdem aber alles andere voll und ganz meinen
Ansprüchen entsprach,
bekam die Ransburg eine zweite Chance, und
ich konnte mir ein neues abholen :-)
Mit diesem bin ich nun gänzlich zufrieden und
kann das Triplet ruhigen Gewissens
weiterempfehlen. Nur prüfen sollte man die
Teile vorher ausgiebig.
Nun aber zu meinem anfangs schon angesprochenen
Problem:
Sich bewegende Objekte sind relativ schwierig
"einzufangen", wenn das Bino
auf dem Stativ aufgesetzt ist. Die ISS war z.B.
meistens schon wieder verschwunden,
bis ich sie endlich erwischte. Gleiches galt für
Vögel, Flugzeuge etc. etc.
Ebenso hatte ich bei DS-Objekten, die ich per
Aufsuchkarte auf's Korn nehmen wollte
das Problem, nicht genau zu wissen ob ich auch
sicher den richtigen Himmelsausschnitt
absuchte.
Abhilfe schuf ich nun mit einem RDA-Sucher, wie
ihn auch TS vertreibt.
Das Teil hatte ich schon vor einiger Zeit mal
bei Ebay für ein paar Euro ergattert,
fand bis dato aber keine Verwendung dafür.
Nun hab ich ihn auf den Mittelsteg meines
Fernglases adaptiert
(eigentlich war's mein Junior :-) )
und bin begeistert davon. Das Dingens ist voll
justierstabil und findet sogar noch
im montierten Zustand Platz im Originalkoffer,
der bei dem 20x80 dabei ist.
Kein einziger Satellit ist mir seitdem mehr
"entkommen". Das gleiche beim Aufsuchen
von DS-Objekten. Das Fadenkreuz in das in Frage
kommende Gebiet laut Aufsuchkarte
gebracht, und wenn die Optik das Objekt zeigen
kann, sieht man es auch!
Durch die variable Helligkeit des Peilsymbols läßt
er sich auch am Tag wunderbar
einsetzen.
Auf den beigefügten Bildern ist sowohl der
montierte RDA als auch der in der
Höhe verstellbare Eigenbau-Stativaufsatz zu
sehen.
Grüßle,
Peter