Meteoritensuche bei Neuschwanstein
am 9.08.2003 von Michael Wendl
Hier mal schon vorab ein kleiner Einblick,
also ein s.g. Kurzbericht.
Treffpunkt pünktlich gegen 5:15 Uhr MESZ in Dachau.
Das Sucherteam:
Johann Tellmann, Franz Peter Pauzenberger, Helmut Sedlatschek und i
(Michael Wendl)
Ausstattung:
Magnetsucher made by Wendl (war er erfolgreich !!!???!!!???)
Metallsuchgerät und verrosteter Nagel- und Dosenfinder geführt von Helmut
(des Buidl wird a Schau)
Das Wetter war super, nicht zu heiß, eher schon etwas kühl - aber beim
Aufstieg am
Schützensteig wurde es uns scho warm.
Gegen 10 Uhr war'n wir schon mitten im Streugebiet und Franz Peter nahm die
Peilung auf (er ist ein sehr´ guter Navigator mit seinem Kompass und der Karte)
Wir stellten Falltheorien auf und Helmut der Mann der ersten Stunde - ein
Mann voller taten - sondierte die Gegend, wie wir später erfuhren zum
x-1000sten mal.
Die Brotzeit schmeckte, "Helumt iss ned so fui, brauchst spaater a no wos!".
Tja, und wie ich's schon am Stammtisch sagte, wir - besser gesagt ich mit meinem
Magnetsuchen fanden etwas und das so gegen 10:30 Uhr MESZ - ein kleines rostiges
magnetisches etwas, Abmessungen 2x1x1mm (leider beim Transport in zwei Teile a
1x1x1mm zerbrochen). Ok - die Teilung mit dem Staat wird dadurch leichter.
Aber es liegt genau in der Flugrichtung des 2. Fundstückes. Wir werden es mal
ansehen lassen - entweder ist es ein Eisenerzstück oder der kleinste
Neuschwansteinmeteorit der
gefunden wurde - das Guinnesbuch wartet schon auf uns, he he he.
Wir aber wollten noch mehr.
So ging wieder hinab bis auf 1137 m und Franz Peter und i san sogar in die
eiskalte Pöllat hinein - do hot's uns de Zeha- nägl hochdraht.
Wieder zurück beim Fundort - teilten wir uns in zwei Gruppen
- die Hochalpinen Franz Peter und i
- die Tiefalpinen Helmut und Johann
Die Hochalpinen erreichten eine Höhe von bis zun 1580 m üNN - bei 1560 m üNN
kamen Wolken und ich sagte zu Franz Peter es werde doch nicht etwas regnen.
er sagte " Na, ganz bestimmt ned" und als ob einer mit die Finger
geschnippst hat
gab es schon einen kalten Regenguß - aber nur ca. 5 Minuten.
Wie Indiana Jones und Crocodile Dundee schlugen wir uns durch den
Hochgebirgsdschungel - hohe Brombeersträucher,
Disteln, umgefallene morsche Baumstämme usw.. konnten uns nicht aufhalten.
Wir kamen bis auf wenige 10m an das in der Karte markierte Kreuz, das den
errechneten Einschlagtort des Hauptfragmentes andeutet. Mehr war leider nicht
ohne Spezialausrüstung drinnen.
Aber eines können wir euch sagen - ein schlechteres Gebiet hätte sich dieses
Teil nicht aussuchen können - eine detaillierte Suche ist in diesem Gelände so
gut wie unmöglich.
Die Tiefalpinen sondierten den Bach und seine Umgebung leider auch erfolglos und
erfuhren bei der Diensthütte was so alles los war bei der Meteoritensuche
letztes Jahr.
Wir trafen uns dann gegen 19:00 Uhr am Parkplatz in Ammerwald wieder und
fuhren zurück nach Dachau.