Planetenparade am 29. März 2004
von Raimund Hilz
Da es anscheinend eine klare Nacht wird
habe ich mich gegen 18:30 Kurzfristig entschlossen, trotz der Matschgefahr wegen
dem aufgeweichten Boden den 10“ Dobson zu nehmen und zu einem
Beobachtungsplatz in meiner Nähe zu fahren. Noch schnell einen Freund angerufen
und die Sache war gebongt.
Noch kurz überlegt, ob ich nicht anstelle von dem Dobson die
GP-DX, einen Refraktor und die WebCam mit Laptop für Planetenaufnahmen
mitnehmen soll, habe das aber wegen der etwas knappen Zeit dann wieder
verworfen, das währe Stress pur gewesen da nichts vorbereitet war.
Gegen 19:30 an dem Platz gewesen und aufgebaut, kurz nach
20:00 mit dem beobachten begonnen.
Merkur haben wir uns zuerst vorgenommen, leider war er genau
bei Beginn der Sichtbarkeit am Anfang einer Horizontnahen Dunstschicht, aber es
war trotzdem ein sehr schöner Anblick.
Die beste Ansicht war mit dem 7mm LV Okular zu erreichen, V =
180 fach. Er war etwas über 50% beleuchtet und stellenweise relativ klar zu
sehen. Ingesamt war es zufrieden stellend, da Merkur wegen seiner Horizontnähe
immer ein problematisches Objekt ist, das war erst das 4. Mal das ich Merkur
beobachtet habe.
Venus kam dann kurze Zeit später, da Merkur im Dunst
versunken ist. Wie üblich sehr hell, geschätzt zu ca. 60% beleuchtet,
stellenweise gestochen scharf zu sehen, ich hatte den Eindruck, manchmal leichte
Längsstreifen erahnen zu können, bin mir aber nicht sicher ob das Möglich
ist.
Der beste Anblick war ebenfalls im 7mm LV Okular zu
erreichen.
Saturn war ebenfalls sehr schön zu sehen, ein leichter
beginnender Hochnebel oder eine Dunstschicht in diesem Bereich verhinderte eine
höhere Vergrößerung, so blieb es bei dem 7mm LV.
Ein sehr schöner Anblick sind auch die umgebenden Monde von
Saturn, die irgendwie ungeordnet erscheinen aber sich klar als dazugehörende
Monde abzeichnen.
Jupiter wollte sich nicht aus einer Dunstschicht in seinem
Bereich lösen, in den 2 Bändern waren Stellenweise kleine Strukturen zu
erahnen, der GRF war ebenfalls nur Stellenweise ganz leicht zu erkennen, den
habe ich schon wesentlich besser gesehen aber auch schon schlechter.
Nachdem sich Jupi auch nach längerer Zeit nicht aus der
Dunstschicht rausquällen konnte haben wir mit einem Blick auf den Orionnebel
sowie einem letzten Augenverbrenner auf den Mond die Abendliche erste
Freiluftbeobachtung in diesem Jahr beendet.
Es war wieder ein sehr schöner kurzer Beobachtungsabend,
wegen der üblichen Arbeit am nächsten Tag ist eh nicht mehr drinnen gewesen,
aber es hat sich auf jeden Fall rentiert. Bilder an diesem Abend währen kaum
was geworden, darum war ich ganz froh, dass ich auf WebCam und Laptop verzichtet
habe.
Beim nächsten Mal werde ich einen kleinen Ventilator
mitnehmen um den Dobson schneller auszukühlen, von ca. 17 Grad im Keller auf
ca. 3 Grad im freien ist einfach in 1 Stunde ohne Zwangskühlung nicht machbar.